Erste urkundliche Nennung Irlbachs

Zum ersten Mal ist Irlbach im Breviarius Urolfi bezeugt. Im Breviarius Urolfi ließ Abt Urolf (788 - 815) den gesamten Besitz des Klosters Niederaltaich aufzeichnen, um den Besitzstand des Klosters zu sichern. nachdem Karl der Große den Bayernherzog Tassilo 111. im Jahre 788 abgesetzt hatte, um Bayern dem Frankenreich einzuverleiben. Das Original dieser Bestätigungsurkunde ist nicht erhalten. Es existieren zwei Abschriften: Weiter lesen »

Die Ministerialen und Hofmarksherren zu Irlbach

Nach M. Piendl(3) war in Irlbach ein Ministerialensitz der Grafen von Bogen. Diese Ministerialen nannten sich Erlbacher(4). Sie waren unterste Verwaltungsbeamte der Grafen von Bogen. Der Ministeriale hatte für die Verwaltung, für den Schutz und die Sicherheit des Dorfes zu sorgen. Außerdem stand er dem Graf stets als Reiter zur Verfügung. Als Lohn für seinen Dienst erhielt der Ministeriale einen oder mehrere große Bauernhöfe des Grafen zu Lehen. Ministerialen kamen mit der Zeit zu Reichtum und Ansehen und stiegen im Hochmittelalter in der Regel zum Ritterstand auf. Die spätmittelalterlichen Hofmarken, wie z. B. die Hofmark Irlbach, haben ihre Wurzeln in der Herrschaft der Ministerialen. Das Ministerialengeschlecht der Erlbacher ist im 12. und 13. Jahrhundert in Irlbach nachweisbar. Es wird die erste Burganlage dort errichtet haben, denn die ältesten Bauten der heutigen Schlossanlage, der Bergfried und der Torturm, reichen in diese Zeit des gotischen Baustils zurück. Von den Erlbacher Ministerialen ist bekannt, dass auch sie dem Kloster Niederaltaich gewaltsam Besitz wegnahmen und sich persönlich aneigneten. Entweder, wie erwähnt, durch Herzog Arnulf den Bösen oder durch diese Ministerialen wird wohl das Kloster Niederaltaich fast seinen ganzen Besitz in Irlbach verloren haben, da das Kloster nach der Konskription von 1752 nur mehr einen einzigen 1/2 Hof in Irlbach besaß. Weiter lesen »

Schloss Irlbach

Das Schloss liegt nördlich des Dorfes Irlbach in der Talsenke des Ödbaches. Die dreigeschossige Anlage gruppiert sich um einen kleinen Innenhof. Den Zugang zum Hof vermittelt an der Südseite ein Torturm, die Westseite nimmt ein Wohnbau mit dem Kapellenturm ein, mit dem Torturm durch einen schmalen Zwischenbau verbunden. Die Ostseite des Hofes schließt ein neuerer Wohnbau, der nach Süden über den Baublock heraustritt. Er umschließt den mittelalterlichen Bergfried gegen das Nordende zu. An der Nordostecke springt fast isoliert der polygene Bibliotheksturm vor. Weiter lesen »