Die Bayerische Öffnungsstrategie im März ´21

Kanzlerin Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben sich auf das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie verständigt. Die geltenden Maßnahmen werden verlängert – gleichzeitig beginnen schrittweise Öffnungen.

  • 1. Schritt: Dieser wurde schon Anfang März mit der Öffnung von Friseuren und dem Präsenzunterricht an einigen Schulformen gemacht.
  • 2. Schritt: Buchläden sollen mit Hygienekonzepten sowie Beschränkungen der Kundenzahl öffnen – ebenfalls in Blumenläden und Gartenmärkte, die in NRW schon geöffnet sind. Gleiches soll für „körpernahe Dienstleistungen“ sowie Flug- und Fahrschulen gelten.
  • 3. Schritt: Liegt in einem Bundesland oder in einer Region die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 50, öffnet der Einzelhandel mit Beschränkungen der Kundenzahl. Auch Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten können aufmachen. Kontaktfreier Sport ist im Freien in kleinen Gruppen erlaubt. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, sollen Handel und Kulturstätten mit Termin besucht werden können und Sport im Freien für Kinder möglich sein.
  • 4. Schritt: Wenn die Inzidenzzahlen nach dem dritten Schritt zwei Wochen lang stabil bei unter 50 liegen, dürfen Außengastronomie, Theater, Kinos, Konzert- und Opernhäuser öffnen. Auch Kontaktsport im Freien sowie kontaktfreier Sport in der Halle sind dann möglich. Das gilt auch bei einer Inzidenz konstant zwischen 50 und 100 – dann aber mit Terminen und Schnell- oder Selbsttests.
  • 5. Schritt: Wenn die Zahlen nach dem vierten Schritt wieder zwei Wochen lang stabil unter 50 bleiben, sind im Freien Freizeitveranstaltungen mit 50 Gästen und Kontaktsport erlaubt. Sollte die Inzidenz zwei Wochen lang stabil zwischen 50 und 100 bleiben, sollen Einzelhändler auch ohne Terminvergabe öffnen dürfen. Erlaubt wären dann auch kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Außenbereich ohne Tests.

Erweiterte Möglichkeiten bei privaten Zusammenkünften

Bereits ab dem 8. März werden die Regeln für private Zusammenkünften erweitert: Der eigene Haushalt kann mit einem weiteren Haushalt zusammenkommen – jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

Liegt die 7-Tage-Inzidenz in einer Region unter 35 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner, können drei Haushalte mit zusammen bis zu zehn Personen zusammenkommen. Auch hier werden Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt. 

Steigt die 7-Tage-Inzidenz in einem Bundesland oder einer Region hingegen auf über 100, wird die Kontaktbeschränkung wieder verschärft. Eine private Zusammenkunft ist dann erneut auf den eigenen Hausstand und eine weitere Person beschränkt.

Inzidenz entscheidet über Öffnungsschritte

Nach ersten Öffnungen im Bereich der Schulen und Friseure zum Monatsbeginn folgt ab dem 8. März ein zweiter Öffnungsschritt: Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte können mit Hygienekonzept und Kundenbegrenzung öffnen. Gleiches gilt für die noch geschlossenen, körpernahen Dienstleistungsbetriebe sowie Fahr- und Flugschulen. Falls bei den Dienstleistungen keine Maske getragen werden kann – wie z.B. bei kosmetischen Gesichtsbehandlungen –, muss ein tagesaktueller negativer Schnelltest vorgelegt werden.

Je nach Anzahl der Neuinfektionen haben sich Bund und Länder auf drei weitere Öffnungsschritte verständigt. Diese berücksichtigen auch Öffnungen im Einzelhandel, von kulturellen Einrichtungen oder im Sportbereich.

Über weitere Öffnungsschritte beraten Bund und Länder bei ihrer nächsten Zusammenkunft am 22. März 2021.