Wohin mit dem Fallobst? - ZAW-SR gibt praktische Tipps

Schon fallen die ersten Äpfel. Oben wird’s weniger und unten mehr. Und wieder stellt sich die Frage, wohin damit? Weiter lesen »

Renteninformationsabend

Die Gemeinde Straßkirchen veranstaltet am Dienstag, 24. September 2019, 19 Uhr, im Straßkirchner Pfarrheim St. Stephanus einen Renteninformationsabend. Weiter lesen »

vhs-Programmheft verfügbar

Das neue vhs-Programmheft für Herbst/Winter 2019 liegt ab sofort im Rathaus aus und kann gerne mitgenommen werden. Weiter lesen »

Moderne Vereinsarbeit thematisiert

Die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Straßkirchen, die Gemeinde Irlbach und Straßkirchen, konnten bereits zum sechsten Mal zu einer Informationsveranstaltung für die Verantwortlichen in den Vereinen einladen. Weiter lesen »

Aktion "Sauber macht lustig"

Auch in der Gemeinde Irlbach hieß es am Samstag „Sauber macht lustig“. Weiter lesen »

ILE - Senioren bei Spielenachmittag

Bericht über den Spielenachmittag für Senioren am Donnerstag im Pfarrheim Straßkirchen. Weiter lesen »

Pflegearbeiten beschlossen

Bei der Jahreshauptversammlung des Wasser- und Bodenverbandes Straßkirchen am 05. Februar 2019 standen neben den Regularien auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Weiter lesen »

Das neue Führungszeugnis

Das neue Führungszeugnis wurde hinsichtlich des Datenschutzes und der Fälschungssicherheit verbessert. Ebenfalls wurde das weiße Adressfeld deutlich vergrößert. Um das neue Aussehen gleich kennen zu lernen gibt es zwei PDF Dateien zum Download. Weiter lesen »

Vereinsschulungen für Ehrenamtliche

Der „Treffpunkt Ehrenamt“ am Landratsamt Straubing-Bogen macht darauf aufmerksam, dass zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements im Februar und März 2019 zwei weitere kostenlose Schulungsabende für Ehrenamtliche angeboten werden. Weiter lesen »

Speichelprobe kann Leben retten

Typisierungsaktion in Straßkirchen Weiter lesen »

"Ehrenamt - verlorene Zeit?!" Auftaktveranstaltung zum Jahresschwerpunkt

Es findet eine Veranstaltung zum Jahresschwerpunkt "Imagepflege: Bedeutung und Stellenwert der Jugendarbeit in unserer Gesellschaft" statt, bei dem man sich mit Vertreter/innen aus Politik und Gesellschaft austauschen kann. Eine Anmeldung bis Montag, 11.02.2019 ist dringend erforderlich (siehe Datei). Weiter lesen »

Veranstaltungsprogramm für die Senioren der ILE Gäuboden

Für die Senioren der ILE Gäuboden wurde das Veranstaltungsprogromm für das Jahr 2019 erstellt : Weiter lesen »

Andreas Liebl neuer Kommandant der FFW Irlbach

Nachdem der bisherige Kommandant Michael Artmeier aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt von der Funktion des ersten Kommandanten einreichte, musste am 05.09.2018 bei der Feuerwehr Irlbach neu gewählt werden. Weiter lesen »

Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in der Verwaltungsgemeinschaft Straßkirchen

Seit 1. Oktober ist Johann Lerchenberger der neue Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Straubing. Vor einigen Tagen stattete er den Gemeinden Irlbach und Straßkirchen seinen Antrittsbesuch ab. Weiter lesen »

ILE-Fußballturniere und Eisstock-Turnier im Rahmen des Sportwochenendes

Am Wochenende 6. – 8. Juli hielt der SV Salching sein traditionelles Sportwochenende ab. Weiter lesen »

ILE Gäuboden
22.08.2012
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Gäuboden – Kernland des Ackerbaus

Gäuboden – Kernland des Ackerbaus

Straubing-Bogen: Die Bezeichnung Gäuboden geht wahrscheinlich auf die germanische Bezeichnung Gau zurück. Ein Gau war eine Art germanischer Bezirk, wobei aber „Gau“ bzw. „Gäu“ im Mittelhochdeutschen auch ein Begriff für „gutes Ackerland“ war. Der so genannte Gäuboden ist vermutlich seit über 6000 Jahren besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Verwendung fand für den Gäuboden auch der Begriff Dungau, ein Wort, das aus der karolingischen Bezeichnung Thunawgeui (=Donaugau) entstanden war und noch eine zusätzliche Vereinfachung dadurch erfuhr, dass man später statt Dungau nur 'der Dunkel' sagte, woraus Dunkelboden wurde, ein Ausdruck, den man dann irrtümlich vom dunklen fruchtbaren Boden herzuleiten versuchte.

Während der letzten Eiszeit (Würmeiszeit) wehten Stürme aus weitgehend vegetationsarmen Landschaften kalkhaltigen Staub in den tiefer gelegenen Gäuboden (durchschnittlich 320 Meter über Normalnull/NN), woraus sich dann der bis zu sechs Meter dicke Löss bildete.

Wegen dieser niedrigen Lage und weil er im Norden vom Bayerischen Wald sowie im Süden vom niederbayerischen Hügelland vor heftigen Winden geschützt wird, hat der Gäuboden ein mildes und relativ niederschlagsarmes Klima, jedoch mit einer starken Tendenz zur Nebelbildung im Frühling und Herbst.

Gäuboden hat 552 Quadratkilometer

Nach der Begriffsbestimmung des Bundesamts für Naturschutz umfasst der „intensiv ackerbaulich genutzte“ Gäuboden 552 Quadratkilometer, wobei das Dungaubecken sich zwischen dem Tertiärhügelland im Süden und dem Anstieg zum Bayerischen Wald einsenkt. Es grenzt sich in seiner ganzen Länge an die Donauniederung, die als eigene Landschaft abgegrenzt wird, ein. Zwischen der Mündung der Großen und der Kleinen Laaber und Pleinting schließen sich südlich an die hier deutlich schmalere Niederterrasse Hochterrassenflächen an, ein bis sechs Meter mächtige Schichten aus Löss und Lößlehm, die Höhen bis etwa 430 Meter über Normalnull (NN) erreichen.

Regional deutlich erkennbar

Der Gäuboden oder Dungau liegt also im Herzen Niederbayerns und zieht sich mit einer Breite von etwa 15 Kilometern südlich der Donau und des Bayerischen Waldes entlang. Die größte Stadt im Gäuboden und Zentrum des Gäubodens ist Straubing, was die Entwicklung über Jahrhunderte prägend beeinflusste.

Die geographischen und kulturellen Grenzen, die Donau abwärts beginnend gegenüber Wörth an der Donau und bis nach Künzing reichend, sind klar umrissen. Linksseitig der Donau wird der Gäuboden vom Bayerischen Wald und rechtsseitig vom Hügelland eingegrenzt.

Die südöstliche Grenze ist scharf gezogen, da sich die Donauebene zwischen Osterhofen und Vilshofen verengt, kann man Pleinting (fünf Kilometer nordwestlich von Vilshofen gelegen) als Grenzort sehen. Hier zwängen von Norden der Bayerische Wald und von Südosten dessen Ausläufer, die Alkofener Höhen, die Donau ein, während im Westen sich in Richtung Künzing der Gau öffnet. Dort, wo die Donau in ihr Durchbruchstal eintritt, befindet sich mit Pleinting in der „Pleintinger Enge“ von Österreich donauaufwärts kommend das Eingangstor zum Gäuboden.

Nordwestlich kann man die Grenze zwischen den Regierungsbezirken Niederbayern und Oberpfalz, nahe Wörth an der Donau und Pfatter ziehen.

Gau oder Börde

Durch die mineralreichen, gut durchlüfteten Lössschichten konnten sich in dieser Donau-Ebene fruchtbare und verhältnismäßig leicht zu bearbeitende Böden bilden, die als „Kornkammer Bayerns“ die Menschen schon vor Jahrhunderten wohlhabend werden ließ.

Löß ist ein vom Wind transportiertes und auch vom Wind abgelagertes Sediment, das aus Feinmaterial besteht. Der allergrößte Teil des heute auf der Erde vorkommenden Lösses wurde im Pleistozän abgelagert.

Die aus dem Feinmaterial bestehenden Lössgebiete werden in Norddeutschland als Börden bezeichnet. Die deutschen Lössgebiete nördlich der Mittelgebirge gehören zur mitteleuropäischen Lösszone, die sich von Belgien bis in die Westukraine erstreckt.

Diese Landschaften, die für den Ackerbau geeignet sind und schon lange landwirtschaftlich genutzt werden, stellen über Jahrhunderte umkämpfte Gebiete dar. Der Gäuboden gehört zu den größten Lössgebieten Süddeutschlands und war Ziel vieler Beutezüge in der Geschichte.

Die entsprechende Wortendung findet sich in den verschiedenen geographischen Naturräumen im Südwesten Deutschlands wieder, beispielsweise: Ochsenfurter Gau oder Pfinzgau.

Börden noch fruchtbarer als Gaue

Im Norddeutschen sind die Gaue fast wesensgleich als Börden bekannt. Bei der norddeutschen Mittelgebirgsschwelle hat die in Sachsen-Anhalt gelegene Magdeburger Börde schon eine zentrale Lage und erstreckt sich um die namens gebende Landeshauptstadt Magdeburg. Die Magdeburger Börde liegt im Regenschatten des Harzes und ist daher eine der trockensten Gegenden Deutschlands, allerdings nicht die wärmste oder sonnenreichste. Die höchste Erhebung der Magdeburger Börde ist mit knapp 150 Meter der Große Wartberg. Die Bevölkerung ist sehr heimatverbunden und es wird teilweise noch Bördeplatt gesprochen. Der sehr fruchtbare Boden (teilweise Schwarzerde), auf denen vor allem Zuckerrüben- und Weizenanbau betrieben wird, war vor Kriegsende 1945 die Vergleichbasis für Deutsche Ackerböden. 1934 erhielt der Boden in der damaligen Gemeinde Eickendorf - heute Bördeland - die Bodenwertzahl 100, war somit der fruchtbarste Boden Deutschlands. Als Reichsrichtbetrieb wurde seinerzeit ein Betrieb in der Gemarkung Eickendorf in der Magdeburger Börde festgesetzt. So wurde unter anderem eine Vergleichsgrundlage für die steuerliche Bewertung aller Landwirtschaftsbetriebe des damaligen Deutschen Reichs geschaffen. Da dieser Betrieb nach dem Krieg für Vergleiche innerhalb Westdeutschlands nicht mehr zur Verfügung stand, wurde ein Betrieb in der Hildesheimer Börde zum Bundesrichtbetrieb Westdeutschlands erklärt. Bei späteren Messungen wurde ein noch höherer Wert mit der LVZ von 102,8 in Mölme gefunden, das etwa 20 km östlich von Hildesheim liegt. Es ist der höchste je gemessene Wert in Deutschland. Die Skala möglicher Werte reicht von 7 (sehr schlecht) bis 100 (sehr gut), wobei eine Ackerzahl von 50 bedeutet, dass dieser Boden ungefähr die Hälfte des Ertrags eines optimalen Bodens bringt. Optimale Böden gibt es in Deutschland in verschiedenen Bereichen. Flächen mit einer Ackerzahl von unter 20 gelten als landwirtschaftlich kaum noch nutzbar. Aus der Bodenwertzahl wird unter Einbeziehung weiterer Faktoren (z. B. Klima, Waldrandlage) die Ackerzahl ermittelt. Als Ackerzahl, auch „Ackerwertzahl“ oder „Bodenpunkte“, wird ein Zahlenwert bezeichnet, der die Qualität einer Ackerfläche kennzeichnet. Sie wird ausgehend von der Bodenzahl durch Zu- und Abschläge auf Grund zusätzlicher Faktoren wie Klima oder Geländeverhältnisse ermittelt.

Gerade in Zeiten der „Eurokrise“ erzielen gute Ackerflächen enorme Preise. Fruchtbares Ackerland ist gerade im Gäuboden knapp und teuer. Denn Grund und Boden haben schon immer mehr als nur einen ideellen Wert.

Bericht und Bilder: Dr. Christian Hirtreiter

Foto: Der Großvater des Verfassers, der Straßkirchner Kirchbauer Franz Kerl, mit einem damals neu gekauften Lanz-Traktor im Jahre 1942; dieser kostete damals soviel wie etwa ein Tagwerk Ackerland im Gäuboden,

Foto: Auch im Bereich des Vorwaldes prägte die Landwirtschaft schon immer die Landschaft. Ein vor zwei Generationen typischer Anblick im Sommer gehört heute eher zu einer Rarität.

Foto: Auch als Postkartenmotiv (1930) fand damals die harte bäuerliche Arbeit beim Pflügen vielfach Verwendung.

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