In guter Tradition wurden die Vereinsvorsitzenden der Vereine der Gemeinde Straßkirchen und der Gemeinde Irlbach am Montag, 12.1.26, zu einem Informationsaustausch ins Straßkirchner Rathaus eingeladen. Nachdem im vergangenen Jahr das Thema „Vereinsfinanzen“ im Begegnungshaus Irlbach Beleuchtung fand, wurde die Traditionsveranstaltung für die Vereinsverantwortlichen mit einem interessanten Informationsabend „Vereinsfeste durchführen“ mit Kreisjugendpfleger Richard Maier und Maximilian Edenhofer, Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung des Landratsamts Straubing-Bogen, organisiert. Richard Maier und Maximilian Edenhofer gestalteten jeweils einen sehr informativen Fachvortrag und hatten auch entsprechendes praxisnahes Anschauungsmaterial für die Teilnehmer im Ratssaal bereit gelegt.
Lebensmittelhygiene bei Vereinsfesten erläutert
Für das sehr spannende Thema „Toiletten, Lebensmittelhygiene bei Vereinsveranstaltungen und Grillfesten“ konnte Maximilian Edenhofer als versierter Referent alle Facetten kenntnisreich vorstellen. Die teilnehmenden Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über die rechtlichen Vorgaben und bewährten Praxismaßnahmen zur ordnungsgemäßen Durchführung von Festen zu informieren. Maximilian Edenhofer vermittelte plakativ und praxisnah, worauf es bei der Zubereitung und Ausgabe von Speisen und Getränken ankommt. Behandelt wurden unter anderem Themen wie persönliche Hygiene, Kühlketten, Reinigung und Desinfektion, Allergenkennzeichnung sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln. Besonderes Augenmerk lag dabei auf einfachen und umsetzbaren Maßnahmen, die auch bei ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen problemlos eingehalten werden können.
Jugendschutz ist Beitrag zum sicheren Miteinander
Für das Thema „Jugendschutz bei Vereinsveranstaltungen“ konnte Kreisjugendpfleger Richard Maier den Bereich darstellen und entsprechend referieren.
Der Jugendschutz sei gerade bei Vereinsfesten wichtig, so der Jugendpfleger des Landkreises Straubing-Bogen eingangs. Richard Maier informierte über die gesetzlichen Vorgaben und die praktische Umsetzung des Jugendschutzes bei Veranstaltungen. Er erläuterte anschaulich die wichtigsten Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes. Im Mittelpunkt standen unter anderem der verantwortungsvolle Umgang mit alkoholischen Getränken, Alterskontrollen, Aufenthaltszeiten von Kindern und Jugendlichen, sowie die Rolle von Aufsichtspersonen. Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis wurde gezeigt, wie Vereine ihre Feste rechtssicher, verantwortungsvoll und zugleich attraktiv gestalten können. Richard Maier betonte, dass der Jugendschutz nicht als Hürde, sondern als wichtiger Beitrag zu einem gelungenen und sicheren Miteinander über die Generationen hinweg zu verstehen seien. Dargestellt wurde auch die ordnungsgemäß Verwendung von sogenannten „Elternbestätigungen“ für die Teilnahme von minderjährigen Personen bei Veranstaltungen.
Verwendung des Eltern-Zettel ist klar geregelt
Ein „Mutti-Zettel“ (auch Elternzettel genannt) ist eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern, die es Jugendlichen erlaubt, sich länger auf Veranstaltungen aufzuhalten oder Alkohol zu konsumieren – aber nur sehr eingeschränkt. Denn Jugendliche ab 16 Jahren dürfen sich länger auf einer Veranstaltung aufhalten, wenn sie von einer erziehungsbeauftragten Person begleitet werden, so Richard Maier.
Hierbei sei aber bei den Veranstaltern darauf zu achten, dass eine sogenannte „erziehungsbeauftragte Person“ nur eine angemessene Zahl von minderjährigen Personen betreuen kann. Eine entsprechende Dokumentation für die Dauer der Veranstaltung sei empfehlenswert, erläuterte Maier. Der Mutti-Zettel erlaubt nur den längeren Aufenthalt, nicht automatisch den Alkoholkonsum, denn es gelten natürlich die gesetzlichen Vorgaben des Jugendschutzgesetzes. Der Kreisjugendpfleger betonte, dass bei der Durchführung von Veranstaltungen immer der Jugendschutz einzuhalten sei, denn Kinder und Jugendliche sind besonders zu schützen. Die Verantwortung hierfür liegt hierfür nicht nur beim Veranstalter sowie bei allen mitwirkenden Personen.
Mit dieser Veranstaltung unterstrich man die unterstützende Rolle gegenüber den Vereinen und das gemeinsame Ziel, Vereinsfeste ordnungsgemäß durchzuführen und gleichzeitig Kinder und Jugendliche bestmöglich zu schützen.
Ziel: „Beschwerdefreie Abwicklung von Festen“
Hingewiesen wurde hier bei dem Abend, insbesondere, aufgrund der herausfordernden Planungen im Vorfeld eines Vereinsjubiläums, auf dessen „beschwerdefreie Abwicklung“.
Die Teilnehmenden zeigten sich sehr zufrieden mit den informativen Vorträgen und dem offenen Austausch. Viele Fragen aus der Vereinspraxis konnten direkt geklärt werden. Der Vortrag leistete damit einen wertvollen Beitrag zur Sensibilisierung für das Thema Lebensmittelhygiene, Jugendschutz und zur Sicherheit der Besucherinnen und Besucher von Vereinsfesten.
Dank für Engagement übermittelt
Bürgermeister Christian Hirtreiter unterstrich auch im Namen seines Irlbacher Kollegen Armin Soller mit dieser Veranstaltung einmal mehr die Rolle des Landratsamtes als kompetenter Ansprechpartner für Vereine und bedankte sich für das große Engagement der ehrenamtlichen Vereinsverantwortlichen, sowohl in Straßkirchen als auch Irlbach. Gut informierte Verantwortliche tragen maßgeblich dazu bei, dass Vereinsfeste nicht nur gesellig und erfolgreich, sondern auch sicher und ordnungsgemäß durchgeführt werden können.